Die Kobra und das Seil

Sei außer - gewöhnlich

Es war schon dunkel, als der Mann heimkehrte.

Plötzlich stieg er auf etwas, das nur eine riesige Kobra sein konnte. Zu Tode erschrocken sank er nieder, nur um wenig später erleichtert aufzuatmen: was er im ersten Augenblick für eine Kobra hielt, war ein auf der Straße liegendes Seil.

In diesem Aufatmen, diesem Lichte des Erkennens – wo ist die Kobra? War da jemals eine Kobra? Nahm er wahr, sie war nur in seinem Geiste, nur in seinem unrichtigen Erkennen.

Sobald das Licht der Erkenntnis angeht, verschwindet das Trugbild (die Schlange) und es ist fast, als wäre es nie gewesen.

Das Seil ist die Wirklichkeit, die Schlange lag nur im Geiste – im unrichtigen Erkennen.


Fragen an den unbewussten Leser:

  • Wie oft, hast du dich von einer Annahme aus dem Gleichgewicht bringen lassen?
  • Ertappst du dich dabei, wie du ohne zu hinterfragen von etwas ausgegangen bist, dass sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat?
  • Wie oft machst du dir Gedanken darüber, was dein Gegenüber von dir denken könnte?
  • Wie oft gehst du einfach von etwas aus, dass du nicht „wirklich“ hinterfragt hast?
  • Wie häufig probierst du etwas Neues aus ohne es vorher „kaputt“ zu denken?
  • Wie oft machst du dir bewusst, dass deine Gedanken nur Annahmen sind?
  • Hinterfragst du deine Annahmen und Erfahrungen?
  • Steckst du Menschen in Schubladen, nachdem du mit ihnen in Kontakt gekommen bist?
  • Ist deine Meinung über dich fest und starr? Oder lässt du dir noch Platz für völlig neue Seiten/Gefühle/Erfahrungen und Fähigkeiten?

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