Ziele, die Leuchttürme des Lebens

Sei außer - gewöhnlich

Wenn man Menschen auf der Straße anspricht und sie fragt, welche Ziele sie haben, antworten sie „ein neues Auto kaufen“, „10 Kilo abnehmen“, „viel Geld verdienen“, „Urlaub machen“, oder sie sagen: „ich habe viele Ziele“ bzw. „ich habe keine, ich nehme einfach was kommt“.

Gerade die Menschen die behaupten sie hätte viele Ziele, haben meistens keine konkreten Ziele. Daher gesagte oder gedachte Ziele werden nie erreicht! Und wer gar keine Ziele hat, sollte sich fragen, wie lange er noch glaubt seine Wünsche erfüllen sich spontan. Menschen die Erfolg haben, können dir immer konkret sagen, wie ihre Ziele aussehen!

Kennst du deine Ziele?

Schon Mark Twain soll gesagt haben: „Wer nicht weiß, wohin er will, der muss sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“

Wo willst du ankommen??

Es ist wichtig deine Ziele zu definieren! Warum? Damit du dort ankommst, wo du hinwillst. Stell dir vor du sitzt in einem Boot und der Hafen Puerto Calero ist dein Ziel. Es ist sehr stürmisch und es regnet Bindfäden. Dann wird es auch noch dunkel. Im Hafen steht ein kleiner Leuchtturm, der dir den Weg weist. Solange du dem Licht folgst, besteht zwar immer noch die Gefahr, dass du vom Weg abkommst, aber du verlierst deine Richtung nicht mehr aus den Augen! Wenn es auch schüttet und stürmt, du hast dein Ziel vor Augen und steuerst direkt darauf zu.

So ist es auch im Leben. Such dir Ziele, schreibe sie auf und visier sie an. Wenn dir dann die Stürme des Lebens begegnen, schaust du auf deinen Leuchtturm, dein Ziel, und du weißt wofür du das alles gerade tust! Du kennst deinen Hafen und steuerst weiter darauf zu.

Sei der Steuermann deines Lebens!

Über die Wichtigkeit von Zielen haben wir bereits gesprochen. Warum es wichtig ist, sein Ziel immer vor Augen zu haben. Denk dabei an dein Boot, dass durch Sturm und Dunkelheit zu seinem Traumhafen finden soll und wird!

Du sitzt auch bald in deinem Boot und steuerst deinen Zielhafen an. Jetzt geht es um die Umsetzung. Um die Zielfindung!

Noch starrst du dein leeres Zielfindungsblatt an wie ein paralysiertes Kaninchen? ;)) Das kenne ich. Mir ging es genauso. Wir wissen beide, wie es sich anfühlt, keine konkreten Ziele zu finden. Aber wir wissen auch, wie es sich anfühlt, wenn wir ein Ziel erreicht haben! Großartig, oder? Gehörst du auch zu denen, die dann sofort überlegen, welches ihr nächstes Ziel sein könnte? Hast du dabei Struktur? Ein großes Ziel im Hintergrund? Hast du Teilziele?

Um dir ein Beispiel zu nennen… du willst 10 Kilo abnehmen. Das ist dein Hauptziel. Dann kann ein Teilziel sein, in einem Monat 2 Kilo leichter zu sein. Oder keine Naschies mehr zu essen. Oder statt abends üppig zu essen, ein Gemüsegericht zu kochen.

Oder du willst eine neue Sprache erlernen. Dann kann dein Teilziel sein, täglich 5 Vokabeln zu lernen. Und in zwei Monaten schon jemanden in deiner Wunschsprache begrüßen zu können.

Wenn du das Teilziel erreichst, kannst du schon stolz auf dich sein und Motivation finden, weiter zu machen. Bei der Erreichung deins Teilziels sollte das Hauptziel jedoch nicht aus den Augen verloren gehen.

Wenn dein Hauptziel allerdings keinen Anker hat, nicht fest genug ist, dann ist die Gefahr groß, dass du nach dem Teilziel aufhörst, oder dich mit einem großen Stück Kuchen belohnst, so dass du wieder von vorne anfangen musst.

Man soll Ziele visualisieren hast du schon mal gehört? Und du hast auch schon versucht, dir lange genug deinen Traumkörper, mit deinen Traummaßen, vorzustellen?

Hast du lange genug versucht französische Lieder zu hören und dir vorzustellen, wie du deiner Liebsten französische Koseworte ins Ohr säuselst? Bist du deinem Ziel damit näher gekommen? Vielleicht… Aber hast du es so auch erreicht?

Das Erreichen deiner Ziele über reine Visualisierung klappt halt doch nicht so gut, wie wir uns das gedacht haben, oder wie manche Bücher uns das weismachen wollen.

Aber – das Visualisieren ist bei der Erreichung unserer Ziele ein wichtiger Faktor. Ohne das Visualisieren erreichst du deine Ziele nämlich auch nicht. Wer sich gar nicht vorstellen kann, wie er aussieht, wenn er schlank ist, ein guter Sportler ist, oder wer sich nicht vorstellen kann, wie er im Business erfolgreich ist, eine gute Mutter, ein guter Vater ist, der wird sein Ziel auch nicht erreichen.

Wie also komme ich meinem Ziel näher? Was genau sind eigentlich Ziele?

Es ist keine Frage des Zufalls. Auch keine Frage des Glücks, in wie weit du deine Ziele erreichst. Wenn du abnehmen willst und so weiter isst wie bisher, wird sich nichts verändern. Wenn du deine Ernährung aber umstellst, dir ein gutes Buch dazu kaufst (und liest!), dir Ernährungstipps holst, Podcasts dazu hörst, einen Wochenplan machst, zur Arbeit mit dem Fahrrad statt dem Auto fährst, mehr Bewegung in deinen Alltag einbaust und deinen ganzen Fokus auf dein Ziel setzt, wird sich dein Körper verändern. Durch deine Interventionen! Dein Handeln. Das ist keine Magie!

Schwierig ist dagegen wirklich zu beginnen! Oft schmiedet man Pläne, och wie toll wäre es, wenn ich im Sommer 10 Kilo leichter wäre… während man noch ein zweites Stück Kuchen auf den Teller häuft… Du musst beginnen. Dein „Warum“ finden. Es muss mehr als ein „könnte, sollte, wäre, man müsste mal“ werden.

Um dein Leuchtturm in der Brandung zu bauen, brauchst du Wünsche die zu Zielen werden.

Finde deine Wünsche!

Jeder von uns hat Wünsche und Träume, die er gern verwirklichen möchte. Aber bei den meisten Menschen scheitert die Umsetzung daran, sich seine Wünsche bewusst zu machen, sich konkrete Ziele zu setzten, einen Plan zu machen und danach zu handeln.

Darum werde ich jetzt gemeinsam mit dir beginnen. Deine Vorhaben solltest du immer in einem Zeitfenster von 72 Stunden beginnen. Sonst verwirfst du den Gedanken wieder, sagt eine Studie dazu. Also ran an den Speck!

Nimm dir einen Stift und ausreichend Papier. Bitte komm nicht mit so einem kleinen DIN A5 Blatt an. Gibt dir Raum!! Nimm ein Blockblatt oder ein Malbuch Blatt in DIN A3. Jetzt schreibe alles auf, was du dir wünschst. Aber wirklich alles! Alles was du erreichen willst, was du schon immer mal machen wolltest, was du haben/besitzen willst, alles!

Welche Herzenswünsche hast du dir noch nicht erfüllt? Hast du eine Löffelliste? Das ist eine Liste mit den Top 100 Wünschen, die du noch umsetzen willst. Welche Kindheitswünsche sind noch immer präsent in dir? Was hast du dir schon lange vorgenommen, wolltest du immer mal umsetzen/ausprobieren? Schreibe alles auf, auch wenn es sich derzeit für dich unerreichbar oder verrückt anfühlt. Um das Aussortieren kümmern wir uns später. Wichtig ist, dass du dir deine Träume und Wünsche verdeutlichst. Mach sie sichtbar! Hol sie raus!

Folgende Fragen können dich dabei anregen:

– Was möchte ich mit 30, 40, 50, 60 erreichen?

– Was sollen Familienziele für dieses Jahr sein?

– Was möchte ich noch erlernen?

– Welche beruflichen Ziele möchte ich für mein Unternehmen anstreben?

– Was will ich mir noch aneignen?

– Wie bringe ich mein Unternehmen auf das nächste Level?

– Wie soll unsere Beziehung aussehen? Was möchte ich einbringen?

– Welche Hobbys möchte ich pflegen?

– Wie möchte ich gesundheitliche Veränderung in mein Leben bringen?

– Wie will ich mich sportlich verändern, um fitter zu werden?

– Wie kann ich mental ausgeglichener werden?

– Was kann ich für mein spirituelles Wissen tun?

– Was kann ich für mich tun?

– Wo kann ich mehr Raum für mich finden?

– Was ist mir wirklich wichtig?

– Was will ich erreichen?

Daraus entwickelst du DEINE Wünsche und Ziele.

Deine Wunschliste könnte ungefähr so aussehen:

  • Ein neues Business starten
  • Nach Hawaii fliegen
  • Durch Australien trampen und mit den Aborigines leben
  • Einen Fallschirmsprung machen
  • Den Motorradführerschein machen
  • 10 Kilo abnehmen
  • Ein Haus kaufen
  • Heiraten
  • Mehr Sport treiben
  • Meine Ernährung umstellen
  • Eine(n) Freund(in) finden
  • Einen Marathon laufen
  • Den Ironman erreichen
  • Eine Weltreise machen
  • Von Zuhause aus arbeiten und mehr Zeit für die Familie haben
  • Mehr Zeit für die Kinder haben
  • Einmal im Monat mit meiner Frau/ meinem Mann gemeinsame Zeit verbringen
  • Eine Pilgerreise machen
  • Monatlich 10.000€ verdienen
  • Ein Zweiteinkommen aufbauen
  • Finanzielle Unabhängigkeit
  • Meinen Job wechseln
  • Eine ehrenamtliche Tätigkeit beginnen
  • Monatlich eine Organisation unterstützen
  • Einen Malkurs belegen
  • In einen Sportverein eintreten
  • Soziale Anerkennung erhalten

Denk dabei unbedingt an deine 7 Lebensbereiche:

Finanzen,

Beruf & Karriere,

Zeit,

Beziehungen,

Mentalität/Spiritualität/Intuition,

Physis,

Spiritualität/Mitte.

Siehe dabei auch: https://werde-wer-du-wirklich-bist.de/thema/wegweiser/

Nimm dir dafür gern etwas Zeit. Auch wenn du der Typ bist, der Dinge gern schnell erledigt, gibt dir und deinem Unterbewusstsein Zeit alte Wünsche hervorzubringen. Tiefe Wünsche. Verborgene Wünsche. Solche, an die du dich schon gar nicht mehr erinnerst. Bewerte sie vorerst nicht. Schreib alles nieder, unsortiert. Am besten hast du immer etwas zu schreiben parat in der Zeit. Du wirst dich wundern, was dir plötzlich einfällt, wenn du irgendwo an der Ampel stehst, du mit dem Rad heimfährst, oder in Ruhe einen Kaffee trinkst. Dein Unterbewusstsein arbeitet für dich und bringt dich auf interessante Ideen.

Wie man aus Wünschen Ziele macht

Wohin jetzt mit all unseren Wünschen und Träumen, die wir gesammelt haben? Dafür kreieren wir ein Vision Board. Ich höre immer wieder von Menschen die sagen sie brauchen kein Vision Board. Sie hätten alles im Kopf. Wenn es so wäre, müsste man ja davon ausgehen, dass sie glücklich und zufrieden sind. Die Wünsche auf dem Vision Board sollten sich doch bereits manifestiert haben! Wenn ich all das in mir habe, lebe ich danach. Ich lebe meinen Traum – meine Vision. Ich sehe sie deutlich vor mir.

Glaub mir, es ist nicht einfach an seiner Vision „kleben“ zu bleiben. Du musst dich immer wieder daran erinnern was du willst und wo du hinwillst. Dein Unterbewusstsein ist dein stärkster Gegner. Es wird dich einlullen und immer versuchen den alten Gang zu gehen.

Du meinst, du seist bereits ein sehr bewusster Mensch? Wenn es so ist – gratuliere! Dann brauchst du auch nicht weiter zu lesen. Du hast es geschafft!

Wenn du dir nicht sicher bist, frag dich mal, was du im Alltag alles automatisiert tust. Du stehst morgens auf, gehst ins Bad, ziehst dich an, putzt dir die Zähne, kochst einen Kaffee, oft wird es die Lieblingstasse, dann kommt dein Standardfrühstück oder du nimmst es mit zur Arbeit, der Kuss für die Liebste/ den Liebsten, dann fährst du in deinem Auto zur Arbeit, die gleichen Straßen, das selbe Büro/Baustelle/Unternehmen mit denselben Mitarbeitern und denselben Gesprächen. Ich könnte die Liste noch um einiges erweitern. Alles standardisiert! Alles aus dem Unterbewusstsein. Und du willst mir erzählen, du hast deine „neuen“ Ziele alle im Kopf?! Täglich neu präsent? Vielleicht nach einer längeren Zeit, in der du dich damit auseinander gesetzt hast. Dann hast du aber so etwas wie Zielfindung bereits gemacht.

Was ich dir damit sagen will, ist, bring deine Wünsche/Ziele/Träume zu Papier! Von mir aus ins Handy oder den PC, aber es hat sich bewährt, den guten alten Stift in die Hand zu nehmen und alles aufzuschreiben und zu sortieren. Alles was geschrieben wird, festigt sich in deinem Gehirn.

Aufgeschrieben hast du ja schon, nachher sortieren wir deine Aufzeichnungen.

Jetzt erstellen wir das Vision Board. Der Sinn des Boards ist, dass du deine Ziele täglich siehst! Sie sollen so weit in dein Unterbewusstsein sinken, dass für dich genauso klar ist, dass du erfolgreich, leicht, sprachgewandt, lebensfroh, beliebt bist, wie die Tatsache, dass deine Kaffee Maschine an der gleichen Stelle in der Küche steht wir am Tag zuvor. Deine Zielvisualisierung soll zu deinem Alltag werden. Sie dürfen dann auch in dein Unterbewusstsein sinken. So wie eine Erinnerung deiner Zukunft!

Als Vision Board kann ein größerer Karton, eine Tafel, ein Brett, eine Korktafel, ein Poster oder ähnliches dienen, auf dem deine Vision Gestalt annimmt. Für ein nicht ganz so umfangreiches Ziel wird auch ein DIN A3 Blatt dienen. Du kannst dir ebenso ein Poster besorgen, mit dem Hintergrund deiner Trauminsel oder einem ruhigen See. Was auch immer. Dann brauchst du noch Hefte, Zeitschriften deiner Vorliebe, Kataloge, Reiseprospekte, Fotos, Zeitungen, Prospekte, alles wo Bilder drin sein könnten, die deinen Wünschen entsprechen. Du kannst deine Wünsche auch malen.

Wenn du jetzt übrigens die Augen verdrehst, weil du Malen und Kleben bereits in der Schule gehasst hast, sei ganz beruhigt. Dein Vision Board ist dein Vision Board und du bestimmst wie es aussieht. Du kannst es auch wie ein Mind Map gestalten oder online eine App mit Bildern versehen. Mach es so, wie es für dich passt! Gib ihm deine Handschrift!!

Das Board stellt ein großes Bild deiner Träume und Wünsche dar und veranschaulicht sie. Du kannst auf einen Board deine Ziele setzen, sortieren, verändern, strukturieren und planen. Es sollte möglichst ansprechend sein und deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Viele Bilder verankern sich anders im Gehirn als viele Worte. Sie sprechen eine andere Gehirnhälfte an!

Die Auswahl deines Boards sagt einiges über dich aus. Kommst du etwa mit einem kleinen Blatt daher, weil das schon reichen wird, lässt du vielleicht nicht viel Raum für Fülle in dein Leben. Denkst du eher klein und minimalistisch, als groß mit viel Raum für viele Teilziele? Kommst du mit einem riesen Blatt Papier an, einer riesen Tafel, bist du eher jemand der viel Raum in Anspruch nimmt, kannst diesen aber evtl. (noch) gar nicht mit Inhalten füllen, weil du dich im Detail verlierst und keine Struktur zu erkennen ist.

Welcher Typ bist du? Denk auch darüber kurz nach. Ich lade dich ein, einfach mal etwas zu verändern. Bist du sonst der Raumtyp, dann tut´s vielleicht auch ne Nummer kleiner. Bist du der Zettelchentyp, dann nimm dir jetzt mal Raum für dich. Hier kannst du kreativ sein, nichts muss sofort passieren und alles ist möglich. Die Erstellung ist ein Prozess!!

Das Gesetz der Anziehung besagt: „alles worauf ich mich konzentriere, meine Aufmerksamkeit / Energie richte, ziehe ich in mein Leben“. Es manifestiert sich! Und genau das wollen wir mit dem Vision Board erreichen. Je ansprechender wir es kreieren, desto öfters schauen wir es uns an, desto mehr prägt es sich ein. Nicht zu unterschätzen ist der wichtigste Aspekt der Visualisierung – die Transformation von einem Gedanken zur Form/Materie.

Wir sortieren nun erst einmal deine Wünsche und Träume. Du kannst dir jetzt überlegen, ob du ein Vision Board machen möchtest, oder sogar mehrere. Zum Beispiel eins für den privaten Bereich und eins für den Beruflichen. Oder für mehrere Lebensbereiche je eins. Wenn du zum Beispiel im Bereich Beziehung bereits sehr gut aufgestellt bist, aber im beruflichen Bereich und im gesundheitlichen Bereich etwas verändern willst, machst du für die Bereiche Gesundheit und Beruf/Berufung je eins. Du kannst aber auch ein Board für die kurzfristigen Ziele und eines für die langfristigen Ziele fertigen.

Achte einfach darauf was sich entwickelt, wenn du gleich zu sortieren beginnst.

Beginne nun zu sortieren. Am besten nach Bereichen, oder zeitlichen Bezügen. Was willst du kurzfristig erreichen, was sollte in den nächsten 5 Jahren umgesetzt werden. Verschaffe dir einen Überblick. Finde Schwerpunkte. Du wirst dabei auch feststellen, welche Wünsche relevant sind und welche nicht. Welche du tatsächlich angehen willst und welche gar nicht so wichtig sind.

Wenn du dann deine Wünsche ausgesiebt hast, die dir geblieben sind, geht es zum nächsten Schritt.

Sind das wirklich meine Ziele?

Überlege, ob dieser Wunsch tatsächlich ein Wunsch ist der zu (d)einem Ziel werden soll. Bedenke dabei, dass du es bist, der nachher die Strategie zur Erreichung des Ziels erarbeiten wird. Was nicht heißt, dass du dich entmutigen lassen sollst. Wenn beispielsweise dein Wunsch ist, ein Zweiteinkommen aufzubauen musst du nicht jetzt schon wissen wie du das erreichen kannst. Aber du musst natürlich einen Weg finden, wie du dem Wunsch näher kommen kannst. Und es muss dir klar sein, dass du den Aufwand betreiben musst, dieses Ziel zu erreichen. Wie bereits besprochen, es sich einfach nur vorzustellen und zu visualisieren reicht nicht aus!

Hinterfrage also deine Motivation. Warum willst du dieses Ziel erreichen. Ist es wirklich dein Ziel?

Das du ein zweites Einkommen aufbauen willst, 10 Kilo abnehmen oder einen Marathon laufen willst ist eine Sache. Aber steckt da auch mehr hinter, als es einfach nur zu wollen? Bringt es dir irgendwas dieses Ziel zu erreichen?

Ein wirklicher Wunsch entsteht aus dem Hinterfragen deiner Ziele in Kombination mit deinen Wünschen. Darum solltest du dich wirklich mit deinen Wünschen auseinander setzen. Ein paar Fragen könnten dir dabei helfen, dir auf die Spur zu kommen:

Frage dich,

  • Was ist dir am wichtigsten in deinem Leben
  • Wie sollen Menschen dich sehen, beschreiben?
  • Welchen Eindruck willst du hinterlassen
  • Wer willst du sein?
  • Was macht dich aus?
  • Was gibt dir Halt im Leben? Wer gibt dir Halt?
  • Wie definierst du Erfolg?
  • Was willst du einmal hinterlassen?
  • Welche moralischen Ansprüche hast du an deine Umwelt?
  • Wie möchtest du mit deiner Umwelt umgehen?
  • Welche Rolle willst du dabei spielen?
  • Was kannst du für andere tun?
  • Was gibt dir Sinn im Leben?

Frage dich bei deinen Wünschen immer: „warum will ich das?“ „Wozu will ich das?“

Es versteht sich von selbst, dass es gar nichts bringt sich zu wünschen 10 Kilo abzunehmen, wenn hinter dem Wunsch keine Motivation steckt. Dann landet dieser Wunsch wie schon so oft in der Gedankentonne.

Wenn du dein „warum“, deine Motivation benennen kannst, hast du bereits mehr erreicht, als so mancher andere. Ohne Motivation ist Handeln wertlos.

Wenn du also deine Wünsche auf deine Motivation hin überprüft hast, kannst du loslegen.

Geh vielleicht von dir als Mensch in der Mitte aus, oder davon, was dich ausmacht. Von dir geht alles andere aus, deine Werte schaffen den Rest der Collage. Du hast keinen Zeitdruck, kleb noch nichts auf, schiebe erst einmal alles hin und her. Wenn du Bilder hast, verteil sie. Oder schreib Worte auf und schneide sie aus. Damit du wirklich deine richtige Struktur findest. Bring nur die Ziele auf dein Board, mit denen du auch im Moment einverstanden bist!! Du musst es nur vor dir rechtfertigen, aber wer ist wichtiger als du selbst?! Es sind deine Ziele und du willst sie erreichen.

Für die strukturierten Menschen unter euch, hier eine kleine Anleitung. Du brauchst zur Erstellung deines Vision Boards:

– Lust auf ein tolles Board

– Eine freie Fläche oder eine App

– Bereitschaft sich mir dir selbst auseinander zu setzen

– Bilder, Worte, Symbole, Zeichen, Fotos

– Stifte, Kleber, Pinnadeln, App

– Eine Prise Kreativität und Phantasie

– Eine Hand voll Wünsche und Ziele

– Einen guten Platz dafür

Eins noch zu den Zielen. Ziele sollen erreichbar sein, also überschätze weder dich noch die Zeit, in der du dein Ziel erreichen willst und unterschätze nicht, was in einem Jahr oder in 5 Jahren möglich ist. Deine Ziele sollten sich an deine Lebenssituation anpassen. Wenn sie sich dem entgegen stellen, weil du zum Beispiel weniger Zeit für die Familie hast, ist es eher schwierig sie umzusetzen. Wenn du dir z.B. ein zweites Einkommen aufbauen willst und deine Handlungskette ist stark auf Aktion aufgebaut, könnte sich dein Ziel zu einer dicken Missstimmung in deiner Familie ausbilden. Sprich dein Ziel daher bitte mit deinen Liebsten ab, wenn es in deren Bereiche Auswirkungen gibt. Es wäre schade, wenn von dieser Seite dagegen gearbeitet wird.

Um deine Ziele zu stärken, wende die SMART Regel an.

Anhand des Beispiels erklärt: „ich möchte 10 Kilo abnehmen“.

Ziele sollen:

S – Spezifisch sein, also so präzise wie möglich. Dabei helfen dir die W-Fragen: Was, Wann, Wie, Wo,…

Wie möchte ich mich ab morgen ernähren um abzunehmen? Was nehme ich dazu zur Hilfe. Z.B. Kochbuch YX oder die App YX, um Rezepte zu finden.

Eine Zieldefinition kann sein:

Ich esse ab morgen täglich einen Salat zum Mittag und abends ein Gemüsegericht. Dazu mache ich mir bereits am Wochenende einen Essensplan für die ganze Woche.

M – für messbar:

Ziele müssen messbar sein. Das heißt wir müssen definieren, was alles geschehen sein muss, damit das Ziel erreicht wurde. Bedenke dabei auch, dass du ebenfalls entscheiden kannst, wann du beginnst dein Ziel zu verfolgen.

In unserem Beispiel kann das sein: Ich nehme 10 Kilo Gewicht ab.

A – für ausführbar (erreichbar):

Deine Ziele sollten erreichbar für dich sein. Du solltest dir also keine Ziele aufschwatzen lassen. (Schatz, du wolltest doch schon immer abnehmen). Nur der tatsächliche Wunsch, deine Motivation, bringt dich auch dazu, dein Ziel zu erreichen. Egal welches Ziel du fokussierst. Du wirst immer an Hindernisse, Herausforderungen und schlechte Tage kommen. Nur wenn du wirklich Leidenschaft für dein Ziel aufbringen kannst, wirst du dabei bleiben und es erreichen. Ein Ziel das hingegen unbewusst abgelehnt wird, kann Blockaden aufbauen, die es unmöglich machen, das Ziel zu erreichen.

Für unser Beispiel kann das bedeuten: du solltest dir den Zeitraum so realistisch wie möglich und so zielgerichtet wie nötig erarbeiten. Auch die Vorgabe: ich esse nur noch vegan, ist für einen bisherigen Fleischesser in dieser ohnehin schon schwierigen Umstellung nun auch noch davon geprägt, dass die Rezepte nicht leicht von der Hand gehen. Wenn dann ein stressiger Tag hinter dir liegt, kann es eher passieren, dass du zu „alt bewährtem“ greifst.

R – für realistisch:

Ziele sollten möglich sein! Dein Ziel soll dich motivieren und antreiben. Daher solltest du es weder zu klein noch zu groß setzen. Wenn du dir vornimmst, die 10 Kilo in 3 Wochen abzunehmen, ist das Ziel höchstwahrscheinlich nicht erreichbar und damit nicht realistisch. Auch das Vorhaben vor Ostern zu beginnen, obwohl schon einige Einladungen ins Haus geflattert sind, oder wenn du zeitgleich ein anderes großes Ereignis angehst (Umzug, Trennung) ist ein zusätzliches Vorhaben eher zum Scheitern verurteilt und damit unrealistisch. Frag dich immer. „ Ist das für mich gerade jetzt machbar?“

T – für terminierbar:

Eine klare Vorgabe gehört zu jedem Ziel. Bis wann muss das Ziel erreicht sein. Ohne einen festen Zeitpunkt wird eine Aufgabe immer wieder verschoben. Wir alle kennen die Ausreden die immer wieder vorgebracht werden, um Dinge vor uns herzuschieben. Irgendwann ist der Haufen so groß, dass wir ihn nicht mehr bewältigen können. Termine helfen uns einen von uns festgelegten Plan einzuhalten.

Für unser Beispiel kann das bedeuten: Bis zum 31.12.2019 habe ich mindestens 10 Kilo abgenommen.

Nach dieser Anleitung solltest du deine Ziele nun schriftlich festhalten. Am besten machst du das handschriftlich, damit der Gedanke vom Kopf in die Hand wandern und damit deine Gehirnhälften miteinander verbinden kann. Beachte dabei, dass sie immer positiv und als bereits erreicht formuliert werden!

Was bewirken klar formulierte positive verschriftliche Ziele?

  • Teil- /Ziele bringen Erfolgserlebnisse
  • Ziele motivieren dich
  • Ziele puschen dich
  • Klare Ziele stärken deine Selbstdisziplin
  • Ziele stärken dein Selbstbewusstsein
  • Ziele fokussieren dich
  • Ziele richten dich aus
  • Erreichte Ziele motivieren, stärken und steigern deine Erfolgshaltung
  • Begeisternde Ziele fördern deine Durchhaltekraft und deine Selbstmotivation
  • Klare Ziele helfen dabei sich auf das Wesentliche zu fokussieren
  • Ziele ermöglichen dir eine ständige Erfolgskontrolle
  • Ziele formulieren ordnet deine Gedanken
  • Notierte Ziele sind überprüfbar

Mit der genauen Fokussierung und Auseinandersetzung deiner Wünsche zur Visualisierung deiner Ziele, gibst du deinem Unterbewusstsein den Zündstoff es umzusetzen. In dir entsteht eine Kraft die drängt zu einem ICH WILL!!!!!!

Konkretisiere deine Wünsche/Ziel jetzt noch genauer:

Beispiel I:

Bis spätestens 31.12.2019 habe ich mindestens 10 Kilo abgenommen. Dazu nehme ich jeden Sonntag mein Rezeptbuch und erstelle einen Essensplan. Ich kaufe jeden Montag ein und bereite abends das Mittagessen für´s Büro vor. Ich motiviere mich mit einer Facebook Gruppe, in der alle das Ziel haben abzunehmen. Jeden Samstag wiege ich mich und notiere das Ergebnis in meinem Kalender. Ich habe 50 Murmeln. Für jeweils abgenommene 200 Gramm wandert eine Murmel in mein Erfolgsglas! Ich walke jeden Sonntag 30 Minuten, auch bei Regen. Zehn Kilo weniger zu wiegen führt dazu, dass ich wieder in meine wunderschönen Kleider passe, ich beweglicher bin und mein Körper gesund und fit ist. Mit meinen fitten gesunden Körper kann ich alle meine Projekte erfolgreich durchführen. Wenn ich mein Ziel erreicht habe, belohne ich mich mit meinem Herzenswunsch – einen Fallschirmsprung!

Folgende Schritte sind zum Erreichen meines Ziels notwendig:

  • Erstellung eines wöchentlichen Essensplans
  • Rezepte raussuchen (ausreichend!)
  • Passende (Facebook) Gruppe zur Motivation raussuchen
  • Murmeln kaufen
  • Glas besorgen (Evtl. motivierende Sprüche draufschreiben)
  • Fahrrad flott machen
  • Working Stöcke und Strecke raussuchen
  • Sportkleidung zurechtlegen
  • Ausreichend Frischhaltedosen zum Transport von Mittagessen besorgen
  • Regenkleidung anschaffen

Beispiel II:

Bis spätestens 31.12.2019 habe ich mir mit Network Marketing einen Kundenstamm von mindestens 100 neuen Kunden und Beratern aufgebaut, die mir einen monatlichen Verdienst von 2000€ zusätzlich einbringen. Die zukünftigen Kunden und Berater werde ich über Anzeigenschaltung in den umliegenden Käseblättern und Onlineportalen akquirieren und anschreiben/ansprechen. Ich lese alles was zu meinem Verkaufsprodukt wichtig ist, weil ich der Beste auf dem Markt bin. Ich gebe regelmäßig kostenlose Vorträge in Fitnessstudios und gebe jeden Interessenten eine von mir ausgearbeitete Broschüre und eine Warenprobe mit. Ich habe 2 Vorträge die Woche. Jede Woche habe ich mindestens 3 neue Kunden. Meine nächsten Schritte sind:

  • Akquise der einschlägigen Käseblätter und Portale
  • Studieren des Produkts
  • Webinare besuchen
  • Austausch mit Menschen die ganz oben sind im Unternehmen
  • Mentoren Akquise
  • Kontaktaufnahme mit den Fitnessstudios
  • Willkommensschreiben für neue Kunden und Mitarbeiter
  • Motivationsbroschüre für neue MA
  • Regelmäßige Meetings über Zoom
  • Visitenkarten drucken
  • Landing Page erarbeiten
  • Zweites Konto eröffnen (online)
  • Steuerordner zulegen
  • Gewerbe eröffnen
  • …..

Schreibe unbedingt noch auf, warum du dein Ziel erreichen willst. Dies sind zwei kurze Beispiele, um dir zu verdeutlichen, wie du vorgehen kannst. Durch das ausformulieren kommst du zu Ideen und entwickelst einen Plan. Daraus kannst du deine Handlungsschritte ableiten und Dinge streichen, die bereits erledigt sind. Du verlierst aber auch nichts aus deinem Sichtfeld und weißt genau wo du stehst. Du hast einen Plan, wie du tatsächlich dein Ziel erreichst. Auch wenn du vielleicht noch nicht genau weißt wie du dein Ziel erreichen kannst, wirst du einen Weg finden, wie du dorthin kommst. Step by step.

Das große Ziel des Lebens ist nicht Wissen, sondern Handeln.

(Thomas Henry Huxley)

Übersicht:

  • Schreibe alle Wünsche und Träume auf
  • Suche alle Utensilien zusammen (Board, Stifte, Zeitschriften,…)
  • Schneide Bilder, Wörter, Symbole aus
  • Lass alle Kreativität heraus
  • Sortiere deine Wünsche und suche dabei einen größeren oder zwei kleinere heraus, mit dem beginnen willst
  • Durchlaufe den Wunsch = Wunsch? Prozess
  • Definiere den Wunsch, der dein Ziel wird
  • Schreibe deinen Ziel handschriftlich nieder
  • Definiere es so detailliert wie möglich (SMART)
  • Erstelle deinen Handlungsplan
  • Bring die anderen Wünsche auf dein Board
  • Such dir einen guten Platz wo du deine Wünsche täglich siehst
  • Visualisiere täglich deine Ziele

Das Visualisieren deiner Ziele ist jetzt neben der Umsetzung deines ersten Wunsch/Ziels von enormer Bedeutung. Das ist dein „Warum“! Da willst du hin!

Am besten beginnst du schon morgens damit. Schau dir alles genau an. Spüre, wie es dir geht, wenn du dort angekommen bist. Rieche, wie die Insel riecht, auf der du deinen Urlaub verbringst, spüre den Anzug, das Kleid, fühle, wie sich dein neues Haus anfühlt, wie dich deine Mitarbeiter anschauen, mit Respekt, für das was du geschaffen hast. Voller Freude, weil du ein guter Arbeitgeber bist, den sie gern unterstützen, fühle, wie sich dein Körper anfühlt, Leichtigkeit, Fitness, Körperspannung. Du musst es mit allen Sinnen wahrnehmen. So, als wäre es bereits Realität!

Wenn du in deinem Büro sitzt, sei der beste Mitarbeiter. Tu so, als sei es dein Unternehmen. Wenn du putzt, tu so, als sei das dein Unternehmen das du reinigst. Deine Kollegen sind deine Mitarbeiter. Motiviere sie, begrüße sie freundlich und respektvoll. Achte auf dich. Wer willst du sein? Wie willst du wahrgenommen werden? Was sollen andere über dich denken/sagen? Sei dein zukünftiges Ich!!

Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine Wünsche und Ziele umsetzt und dein Licht in die Welt trägst. Was auch immer du vorhast, tu es!

Lass mich gern wissen, wie du mit den kleinen Workshop zurechtgekommen bist. Nur so kann ich besser werden.

Alles Gute für dich,

deine

Kathrin

Sei dein zukünftiges Ich!!

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