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Trauma Intensiv
Trauma Intensiv: Ein ganzer Tag für intensive Trauma-Integration von Körper und Psyche
Manchmal entsteht in einer einzelnen Therapiesitzung das Gefühl:
Jetzt sind wir gerade wirklich an dem Punkt angekommen – und jetzt müssen wir schon wieder aufhören.
Gerade bei komplexeren oder miteinander verbundenen belastenden Erfahrungen kann der klassische Stundenrhythmus Grenzen haben.
Ein Thema wird aktiviert und bearbeitet. Dabei zeigen sich vielleicht weitere Erinnerungen, Gefühle, körperliche Reaktionen oder Zusammenhänge. Doch bevor wir damit weiterarbeiten können, muss die Sitzung beendet und der Prozess zunächst wieder geschlossen werden.
Beim nächsten Termin beginnen wir erneut mit Ankommen, Orientierung und Stabilisierung.
Unser Trauma-Intensivtag in der Praxis Einklang schafft bewusst einen anderen Rahmen.
Ein ganzer Tag ermöglicht uns, länger in einem therapeutischen Prozess zu bleiben, Zusammenhänge weiterzuverfolgen und psychotherapeutische Verarbeitung intensiv mit körperorientierter Arbeit zu verbinden.
Denn traumatische Erfahrungen betreffen nicht nur unsere Gedanken und Erinnerungen. Auch der Körper ist an unserem Erleben beteiligt. Stress- und Schutzreaktionen können sich in Anspannung, Erstarrung, Unruhe, Atemveränderungen, Rückzugsimpulsen oder anderen körperlichen Reaktionen zeigen – manchmal noch lange nachdem die ursprüngliche Situation vorbei ist.
Genau deshalb bekommt der Körper in unserem Intensivformat deutlich mehr Raum und Aufmerksamkeit, als dies in einer klassischen Einzelstunde häufig möglich ist.
So entsteht über den Tag hinweg ein intensiver Austausch zwischen psychotherapeutischer Verarbeitung und dem, was dein Körper daraufhin zeigt.
Mehr Zeit bedeutet mehr Möglichkeiten
Ein Intensivtag ist nicht einfach eine besonders lange Therapiesitzung. Der entscheidende Unterschied liegt im zusammenhängenden Prozess. Was sich während einer psychotherapeutischen Einheit zeigt, kann noch am selben Tag weiter aufgegriffen werden.
Vielleicht verändert sich eine belastende Erinnerung durch EMDR.
Vielleicht zeigt dein Körper anschließend Anspannung, Unruhe, Schwere, Erstarrung oder einen ganz neuen Impuls.
Vielleicht wird in der Körperarbeit spürbar, dass sich etwas bereits gelöst oder verändert hat.
Vielleicht taucht dabei eine weitere Erinnerung oder ein bisher nicht wahrgenommener Zusammenhang auf.
Nach einer Regenerationsphase können wir wieder psychotherapeutisch an genau diesem Punkt einsteigen.
Wir müssen einen begonnenen Prozess also nicht nach 50 oder 90 Minuten nur deshalb unterbrechen, weil die Sitzung endet.
Wir können weiterarbeiten.
Je nach deinem individuellen Prozess kann es dadurch möglich werden, innerhalb eines Intensivtages sehr viel tiefer an einem zentralen Thema zu arbeiten oder auch mehrere miteinander verbundene belastende Erfahrungen in die Verarbeitung einzubeziehen.
Wie viel an einem Tag möglich ist, lässt sich vorher nicht seriös festlegen. Manchmal entsteht sehr viel Bewegung und eine Erinnerung führt zur nächsten. Manchmal braucht genau eine Erfahrung viel Zeit und Raum. Unser Ziel ist deshalb nicht, am Ende des Tages eine bestimmte Zahl von Traumata „abgehakt“ zu haben.
Unser Ziel ist:
die zusätzliche Zeit des Intensivtages für möglichst viel therapeutisch sinnvolle Verarbeitung und Integration zu nutzen – so weit, wie es für dich an diesem Tag gut tragbar ist.
Warum der Körper bei Trauma eine so wichtige Rolle spielt
Vielleicht kennst du das:
Du weißt mit dem Kopf längst, dass eine Situation vorbei ist.
Du weißt, dass du heute sicher bist.
Und trotzdem reagiert etwas in dir.
Dein Herz schlägt schneller. Dein Körper spannt sich an. Du möchtest weg. Du erstarrst. Du fühlst dich plötzlich klein oder ausgeliefert. Vielleicht kannst du gar nicht genau erklären, warum deine Reaktion so stark ist. Vielleicht spürst du dich schon lange nicht mehr.
Das zeigt, warum es bei Trauma häufig nicht genügt, etwas nur zu verstehen.
Belastende Erfahrungen können mit körperlichen Stress- und Schutzreaktionen verbunden bleiben. Das autonome Nervensystem reagiert dann mitunter schneller, als unser bewusster Verstand die Situation einordnen kann.
Deshalb bekommt der Körper bei Trauma Intensiv einen eigenen therapeutischen Raum.
Sandra arbeitet körperorientiert und richtet ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf:
- Körperwahrnehmung,
- Spannungs- und Entspannungsmuster,
- Atmung,
- Stress- und Schutzreaktionen,
- Regulation des Nervensystems,
- Grenzen und Körperempfinden,
- sowie darauf, welche Veränderungen sich während des therapeutischen Prozesses körperlich zeigen.
Dabei geht es nicht darum, den Körper dazu zu bringen, etwas Bestimmtes zu tun.
Es geht darum, wahrzunehmen, was er zeigt, was er braucht und welche Veränderungen möglich werden.
Gerade in einem längeren Intensivformat haben wir dafür deutlich mehr Zeit.
Körperarbeit findet nicht nur einmal kurz am Anfang oder Ende statt. Sie begleitet den therapeutischen Prozess über den ganzen Tag hinweg.
Wenn Psyche und Körper miteinander arbeiten
Mein Schwerpunkt liegt auf der psychotherapeutischen Trauma-Integration. Dabei arbeite ich insbesondere mit EMDR, Hypnose und weiteren traumasensiblen Methoden.
Sandra übernimmt den körperorientierten Teil.
Das Besondere an unserem Konzept ist jedoch nicht einfach, dass wir zwei unterschiedliche Methoden anbieten.
Entscheidend ist der Austausch zwischen beiden Ebenen.
Was sich während der psychotherapeutischen Verarbeitung verändert, kann anschließend in der Körperarbeit weiter wahrgenommen werden.
Vielleicht ist eine Erinnerung emotional weniger belastend, aber der Körper hält noch Spannung.
Vielleicht verändert sich während der Körperarbeit eine Schutzreaktion und anschließend lässt sich eine Erinnerung psychotherapeutisch anders betrachten.
Vielleicht taucht über eine Körperempfindung plötzlich ein Zusammenhang auf, der vorher nicht zugänglich war.
Dieser Wechsel kann über den gesamten Tag immer wieder stattfinden:
Psyche → Körper → Regulation → Integration → Psyche.
Dadurch betrachten wir Trauma nicht nur aus einer Perspektive.
Wir geben sowohl der bewussten Erinnerung als auch emotionalen und körperlichen Reaktionen Raum.
Für mich ist genau das eine der großen Stärken unseres Intensivformats.
Wie funktioniert ein Trauma-Intensivtag?
An einem regulären Trauma-Intensivtag begleiten wir maximal drei KlientInnen.
Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Gruppentherapie.
Deine therapeutische Arbeit findet individuell und vertraulich statt.
Die drei Personen beginnen zeitversetzt.
Während beispielsweise eine Person mit mir psychotherapeutisch arbeitet, befindet sich eine zweite Person bei Sandra in der körperorientierten Begleitung.
Die dritte Person hat eine bewusste Regenerations- und Integrationsphase.
Danach wechseln die Phasen.
Über den Tag kann dadurch ein Rhythmus entstehen aus:
psychotherapeutischer Verarbeitung → Körperarbeit → Regulation → Integration → erneuter Verarbeitung.
Die einzelnen Phasen bauen aufeinander auf.
So kann das, was sich gerade verändert hat, noch am selben Tag weiter aufgegriffen werden.
Warum gehören Regenerationsphasen zum Intensivprozess?
Wer sich bewusst für einen Intensivtag entscheidet, möchte häufig wirklich etwas bewegen.
Deshalb könnte zunächst der Gedanke entstehen:
Warum überhaupt Pausen? Könnten wir diese Zeit nicht zum Weiterarbeiten nutzen?
Gerade die Regenerationsphasen ermöglichen es uns jedoch, über einen längeren Zeitraum intensiv zu arbeiten.
Nach einer starken Verarbeitungsphase braucht dein Nervensystem die Möglichkeit, sich wieder ausreichend zu regulieren.
Du kannst wahrnehmen, was sich verändert hat.
Vielleicht möchtest du dich bewegen.
Vielleicht brauchst du Ruhe.
Vielleicht möchtest du etwas trinken oder essen.
Vielleicht möchtest du einfach eine Weile nicht sprechen.
Diese Zeiten sind deshalb keine verlorene Therapiezeit.
Sie gehören zur Integration dessen, was zuvor in Bewegung gekommen ist, und können die Voraussetzung dafür schaffen, anschließend wieder sinnvoll weiterzuarbeiten.
Regulation steht bei uns also nicht anstelle von Verarbeitung. Sie unterstützt den Prozess, damit weitere Verarbeitung möglich bleiben kann.
Unser Ziel ist nicht maximale emotionale Belastung.
Unser Ziel ist:
möglichst viel sinnvolle Verarbeitungszeit innerhalb eines sicheren therapeutischen Rahmens.
Was können wir an einem Intensivtag bearbeiten?
Vor dem Intensivtag führen wir ein ausführliches Vorgespräch.
Dabei schauen wir gemeinsam auf dein Anliegen und überlegen, welche Themen oder belastenden Erfahrungen für die Bearbeitung geeignet sein könnten.
Wir berücksichtigen:
- deine aktuelle Lebenssituation,
- deine Stabilität,
- deine vorhandenen Ressourcen,
- mögliche Zusammenhänge zwischen verschiedenen Erfahrungen,
- und die Frage, was momentan gut bearbeitbar ist.
Am Intensivtag orientieren wir uns anschließend an dem, was sich tatsächlich entwickelt.
Vielleicht arbeiten wir intensiv an einem zentralen Erlebnis.
Vielleicht führt eine Erinnerung zu einer anderen und mehrere miteinander verbundene Erfahrungen können bearbeitet werden.
Vielleicht zeigt dein Körper etwas, das einen neuen Zugang zum Thema eröffnet.
Vielleicht verändert sich während des Tages der Schwerpunkt.
Genau deshalb arbeiten wir nicht nach einem starren Ablaufplan.
Die therapeutische Arbeit folgt deinem Prozess.
Und ja: Wir möchten die zusätzliche Zeit nutzen.
Wir wollen nicht künstlich abbrechen, wenn therapeutisch sinnvolles Weiterarbeiten möglich ist.
Gleichzeitig gehen wir nicht weiter, nur damit am Ende möglichst viele Themen auf einer Liste abgehakt werden können.
Wir arbeiten so weit, wie es therapeutisch sinnvoll und für dein System gut tragbar ist – nicht weniger, aber auch nicht weiter.
Zwei Therapeutinnen – zwei Perspektiven – ein gemeinsamer Prozess
Eine Besonderheit unseres Trauma-Intensivtages ist, dass du innerhalb eines Tages mit uns beiden arbeitest.
Dabei bringt jede von uns ihren eigenen Schwerpunkt ein.
Sandra richtet den Blick besonders auf deinen Körper und dein Nervensystem.
Ich konzentriere mich auf die psychotherapeutische Verarbeitung von Erinnerungen, Emotionen und den damit verbundenen inneren Mustern.
Diese Perspektiven stehen jedoch nicht nebeneinander.
Sie ergänzen sich.
Was sich bei mir verändert, kann anschließend bei Sandra körperlich weiter begleitet und integriert werden.
Was sich dort zeigt, kann wiederum Hinweise darauf geben, wo wir psychotherapeutisch weiterarbeiten.
So entsteht keine Aneinanderreihung einzelner Termine, sondern ein zusammenhängender therapeutischer Prozess über mehrere Stunden.
Und gerade dadurch kann dein Körper deutlich stärker in die Trauma-Integration einbezogen werden, als es in einer einzelnen Sitzung oft möglich ist.
Für wen eignet sich Trauma Intensiv?
Ein Trauma-Intensivtag kann besonders interessant sein, wenn du dir einen längeren, zusammenhängenden therapeutischen Rahmen wünschst und das Gefühl hast, dass einzelne Sitzungen deinem Anliegen nicht ausreichend Raum geben.
Das Format kann außerdem passend sein, wenn:
- mehrere belastende Erfahrungen miteinander verbunden sind,
- du einen begonnenen Prozess nicht immer wieder nach kurzer Zeit unterbrechen möchtest,
- du psychotherapeutische Verarbeitung und Körperarbeit miteinander verbinden möchtest,
- du dir wünschst, deinem Körper und seinen Reaktionen deutlich mehr Aufmerksamkeit zu geben,
- oder eine längere Anreise viele einzelne Therapietermine erschwert.
Das Intensivformat ist jedoch nicht automatisch für jede aktuelle Lebenssituation geeignet.
Wenn du derzeit noch einer realen Bedrohung, Gewalt oder Missbrauch ausgesetzt bist, steht zunächst deine äußere Sicherheit im Vordergrund.
Auch bei einer akuten Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Substanzen kann es sinnvoll sein, zunächst Stabilität und Abstinenz aufzubauen, bevor intensive Trauma-Integration beginnt.
Wir schauen deshalb vor jeder Buchung sorgfältig auf deine Situation.
Wie stabil fühlst du dich?
Welche Ressourcen stehen dir zur Verfügung?
Was kann dein Nervensystem momentan gut bewältigen?
Und ist ein ganzer Intensivtag derzeit wirklich das richtige Format?
Manchmal lautet die Antwort:
Ja.
Manchmal lautet sie:
Noch nicht.
Dann schauen wir gemeinsam, was zunächst sinnvoller sein kann.
Kann ich den Intensivtag auch exklusiv für mich buchen?
Ja.
Neben unseren regulären Intensivtagen mit maximal drei zeitversetzt begleiteten KlientInnen kannst du einen exklusiven Trauma-Intensivtag buchen.
An diesem Tag reservieren Sandra und ich den therapeutischen Rahmen ausschließlich für dich.
Dadurch können wir Reihenfolge, Dauer und Wechsel der psychotherapeutischen und körperorientierten Arbeitsphasen noch flexibler an deinen individuellen Prozess anpassen.
Auch Regenerationszeiten können wir spontan danach ausrichten, was du gerade brauchst.
Da wir den Tag hierfür ausschließlich für dich freihalten und keine weiteren KlientInnen einplanen, gilt für dieses Format ein gesondertes Honorar.
Besonders interessant bei weiterer Anreise
Auch wenn du nicht in Kiel oder Schleswig-Holstein wohnst, kann Trauma Intensiv eine interessante Möglichkeit sein.
Statt für viele einzelne Therapietermine wiederholt eine längere Strecke zurückzulegen, wird therapeutische Arbeit in einem größeren zusammenhängenden Zeitraum gebündelt.
Das vorbereitende Gespräch sollte möglichst persönlich in unserer Praxis stattfinden.
Wenn eine sehr weite Anreise dies erheblich erschwert, kann es unter bestimmten Bedingungen ausnahmsweise vorab online durchgeführt werden.
Nach dem Trauma-Intensivtag empfehlen wir dir allerdings, nicht unmittelbar eine längere Autofahrt anzutreten oder direkt wieder in einen vollen Alltag zurückzukehren.
Nach intensiver Trauma-Integration kannst du dich müde, empfindsamer oder emotional offener erleben.
Vieles kann noch nachwirken. Erinnerungen, Gefühle, Körperempfindungen oder Gedanken können sich im Anschluss noch einmal zeigen und Teil des weiteren Verarbeitungs- und Integrationsprozesses sein.
Deshalb solltest du nach dem Intensivtag bewusst Zeit für dich einplanen. Ein ruhiger Spaziergang, etwas zu essen, Rückzug oder einfach eine Weile nichts tun zu müssen, kann gut tun.
Bei einer weiteren Anreise empfehlen wir dir, eine Nacht in Kiel oder der näheren Umgebung zu verbringen.
So bekommt dein Nervensystem Zeit für Ruhe, Regulation und Integration, ohne unmittelbar wieder mit Verkehr, Terminen oder den Anforderungen des Alltags konfrontiert zu sein.
Die Zeit nach dem Intensivtag gehört für uns genauso zum Prozess wie die intensive therapeutische Arbeit selbst.
Intensiv arbeiten – ohne deinen Prozess zu überholen
Ein Trauma-Intensivtag bietet bewusst mehr therapeutische Zeit als eine einzelne Sitzung.
Und ja:
Dadurch kann an einem Intensivtag mehr Verarbeitung möglich sein.
Genau darin liegt für viele Menschen ein wesentlicher Vorteil dieses Angebotes.
Wir können länger an einem begonnenen Prozess bleiben, neue Zusammenhänge aufgreifen und – wenn es passt – weitere Erinnerungen oder Belastungen in die Verarbeitung einbeziehen.
Gleichzeitig bekommt dein Körper über den gesamten Tag hinweg immer wieder Raum.
Wir schauen nicht nur darauf, was du erinnerst und was du denkst.
Wir achten auch darauf, was dein Körper zeigt, was sich verändert, wo noch Schutzreaktionen aktiv sind und was dein Nervensystem braucht, damit Integration möglich werden kann.
So verbinden wir intensive psychotherapeutische Verarbeitung mit einem ebenso intensiven Blick auf den Körper.
Nicht entweder Psyche oder Körper.
Sondern beides im Wechsel und im Austausch miteinander.
Unser Ziel ist:
so viel sinnvolle Trauma-Integration wie möglich – mit Zeit für die Psyche, Aufmerksamkeit für den Körper und einem sicheren therapeutischen Rahmen für beides.
Wenn du herausfinden möchtest, ob Trauma Intensiv zu deinem Anliegen und deiner aktuellen Situation passt, lernen wir uns zunächst in einem Vorgespräch kennen.
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